Alleine auf Reisen! So wird Ihr Solo-Trip zum unvergesslichen Erlebnis

Für viele ist die Vorstellung alleine zu reisen beängstigend, was ich früher auch voll und ganz nachvollziehen konnte. Auch einige meiner TUBIE Bügelpuppe und Hemdenbügler Kollegen haben mich vor meiner Reise gefragt, ob ich es wirklich wagen will, so ganz alleine in die große weite Welt zu ziehen. Und zugegeben, ich hatte eine Riesenangst, als ich in Thailand aus dem Flugzeug gestiegen bin und in mein erstes Hostel gefahren bin. Obwohl ich schon oft in Thailand gewesen bin, habe ich mich auf einmal furchtbar fremd und alleine gefühlt. In meinem Hostel waren auch kaum Leute und noch dazu war Silvester. Ich dachte mir, meine Bügelmaschine Kollegen hatten wohl recht und vielleicht war es doch keine so gute Idee…. Nach zwei Tagen habe ich mir dann gedacht „zusammenreißen, Carina, alles wird gut“. Also bin ich weiter auf die nächste Insel gezogen und endlich raus aus meiner Komfort-Zone gekommen. Hier ein paar Tipps wie Ihr Solo-Trip garantiert unvergesslich wird.

 

Komfort-Zone verlassen

 

Wenn man alleine auf Reisen ist, aber nicht einsam sein will, muss man unbedingt seine Schüchternheit ablegen und aus seiner Komfort-Zone herauskommen. Denn nur so kann man viele neue Freundschaften schließen, manchmal auch Freundschaften fürs Leben. Wenn man eine sympathische Art hat, wird man zwar auch oft von Leuten angesprochen, aber darauf kann man sich eben nicht verlassen. Ich bin eigentlich von Natur aus eher schüchtern und hätte vor meiner Reise niemals fremde Leute einfach so angesprochen, stimmts liebe Hemden- und Blusenbügler Freunde?! Könnt ihr zu hundert Prozent bestätigen, denke ich. Aber nach ein paar Wochen habe ich gelernt, auf andere Backpacker und Reisende zuzugehen und einfach ein Gespräch anzufangen (ja liebes Bügelmaschine und ironing machine Team, glaubt ihr kaum oder?)  Auf diese Art und Weise habe ich in kurzer Zeit so viele Freundschaften geschlossen, wie noch nie zuvor in meinem Leben. Man muss sich eigentlich nur immer fragen, was das schlimmste ist was einem passieren könnte. Im schlimmsten Fall ist die andere Person nicht an einem Gespräch interessiert. Na und? Allerdings ist mir das bis jetzt noch nie passiert. Im Gegenteil. Immer wenn ich z.B. im Hostel  andere Backpacker angesprochen habe, vor allem solche die schüchtern gewirkt haben, waren diese mega froh darüber und wir sind hinterher immer zusammen essen gegangen oder zusammen um die Häuser gezogen. Nur Mut!

 

Hosteldorms sind besser als Einzelzimmer

 

Dass Hostels nichts für jeden sind, ist mir klar. Kann manchmal auch wirklich nervig sein, sich ein Zimmer mit 10 anderen Backpackern teilen zu müssen. Wenn man allerdings gerne unter Leuten ist, und Lust auf Gesellschaft hat, kommt man kaum darum herum. Nirgends sind die Leute offener und sozialer als im Hostel. Ob im Dorm, in der Hostelküche oder im Aufenthaltsraum, überall findet man tolle Leute zum Quatschen und jeder Reisende hat viele interessante Geschichten zu erzählen. Oft gibt es auch tolle Veranstaltungen wie z.B. Bar-Touren. Am Freitag erst habe ich eine gemacht. Man trifft sich mit einer Gruppe feierwütigen Leuten in einer Bar und zieht dann gemeinsam durch 4 oder 5 Bars. Üblicherweise sind alle Teilnehmer Solo-Reisende und an einem einzigen Abend schließt man schnell mal 5 neue Freundschaften. Allerdings gibt es auch weniger soziale Hostels. Unbedingt vorher im Internet Beschreibung und Bewertungen lesen,

 

Couchsurfing

 

Wer keine Lust auf Hostels hat, sollte sich auf Couchsurfing einlassen. Ich war anfangs eher skeptisch, wie es sein wird, bei wildfremden Leuten auf der Couch oder einer Matratze am Boden zu übernachten und auch meine ironing machine Kollegen haben mir davon abgeraten. Aber nach zwei tollen Couchsurfing Erlebnissen mit super netten Gastgebern kann ich nur sagen, dass es super Sache ist. Momentan bin ich mit zwei anderen deutschen Mädels bei zwei Italienern im Haus und gestern waren wir alle gemeinsam auf einem Musik-Festival in Melbourne. Es fühlt sich an als würden wir uns schon lange kennen und ich genieße es. Außerdem ist Couchsurfing kostenlos und man kann viel Geld sparen. Allerdings bringe ich als Dankeschön immer eine Flasche Wein mit, oder koche für meine Gastgeber.

 

Goldene Regel – flexibel bleiben

 

Was mir persönlich sehr wichtig ist, ist meine Flexibilität. Ich mache eigentlich fast nie Pläne und lasse mich einfach treiben. Wenn es an einem Ort schön ist, bleibe ich, wenn nicht ziehe ich spontan weiter. Es wäre doch so schade, wenn man an einem Ort tolle Leute trifft und sofort wieder weiter ziehen muss, nur weil man seinen Flug oder sein Boot schon gebucht hat. Meiner Meinung nach ist Flexibilität ein großer Luxus, den man gerade als Langzeitreisender nutzen kann, denn was gibt es schöneres als spontan mit anderen netten Backpackern gemeinsam weiterzuziehen.

 

Soziale Netzwerke nutzen

 

Wenn Sie Angst haben, vor Ort nicht genügend Leute kennen zu lernen, nutzen Sie doch einfach soziale Netzwerke wie Facebook-Reisegruppen, Couchsurfing-Hangouts etc. Dort kann man online nach Reisepartnern suchen, oder sich zum Wandern, Surfen usw. verabreden. Super Sache, nutze ich auch sehr oft.

 

Und zu guter Letzt mein persönlicher Tipp. Seien Sie immer nett, sozial und hilfsbereit denn das kommt garantiert zu Ihnen zurück. Sie wissen ja, wie man in den Wald hinein ruft…

 

 

In diesem Sinne, don´t forget to be awesome, Carina vom TUBIE Bügelpuppe Team

 

Foto: by Carina Kraus