Erfahrungen mit Wäschereien in Südostasien

Wer unseren Hemdenbügler Blog verfolgt, weiß dass ich nun schon seit gut einem Monat als Digitalnomade für TUBIE Bügelpuppe unterwegs bin. Nach einem kurzen Abstecher auf Langkawi, Malaysia, zur Verlängerung des Visums, bin ich nun wieder zurück in Thailand. Das Land, die Leute und das Essen sind einfach unglaublich und lassen mich einfach nicht los, und ich werde wahrscheinlich noch gut zwei Wochen im Land bleiben, bevor ich weiter nach Laos oder Kambodscha ziehe.

 

Wenn man als Langzeit-Backpacker nur mit einem Rucksack und ein paar wenigen, gut ausgewählten Kleidungsstücken unterwegs ist, muss man seine Kleidung natürlich regelmäßig waschen lassen, vor allem in heißen Ländern mit hoher Luftfeuchtigkeit. Auf meiner Reise bringe ich meine Kleidung mindestens einmal wöchentlich zum Waschen und habe bisher komplett unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Auf den meisten kleineren Inseln, wo ich mich übrigens am liebsten herumtreibe, gibt es gar keine richtigen Wäschereien, sondern nur eine Dame mit einer oder zwei Waschmaschinen, die für einen wäscht und meistens auch bügelt. Ja, jetzt wird’s als Bügelmaschine und ironing machine Experte interessant. Ich wähle die Wäschedamen ja immer nach Sympathie aus, weil die Laundry Shops sowieso alle gleich aussehen und nicht viel her machen. Es handelt sich meistens um eine kleine Garage oder ein kleines Zimmer mit einer Waschmaschine und falls gebügelt wird, was nicht immer der Fall ist, mit einem Bügelbrett und Bügeleisen.

 

Ein Kilo Wäsche kostet im Schnitt 40 Bath, also umgerechnet ca. einen Euro, was wirklich sehr günstig ist. Naja, für diesen Preis kann man leider oft auch nicht viel erwarten. Die Wäsche wird meist nur mit kaltem Wasser gewaschen und die Fleckenentfernung ist gleich Null. Ich haben schon T-Shirts zurückbekommen, die hinterher mehr Flecken hatten als vor der Reinigung. Das liegt wohl an den rostigen Wäscheleinen, an denen die Kleidung aufgehängt wird. Letztens habe ich ein hellgraues Top mit zwei kreisrunden, bräunlichen Rostflecken zurückbekommen, das ich dann auch direkt im Hotel in den Mülleimer geworfen habe. Hat zwar gut gerochen, aber das war dann auch schon alles. Ein anderes Mal habe ich nette Stickereien in all meinen Kleidungsstücken gefunden. Die Dame hat wohl für jeden Kunden einen andersfarbigen Faden benutzt, und nette, kleine Kreuze in T-Shirts, Hosen, Kleider, und Unterwäsche gestickt, damit sie die Kleidung den einzelnen Kunden zuordnen kann. Ein weiteres Mal hatte ich das Gefühl, dass meine Kleidung nur mit Raumspray besprüht wurde, damit sie wieder den Anschein erweckt, frisch gewaschen zu sein. Sogar Zahnpasta-Flecken waren noch drin…. Diese vermeintlich frisch gewaschene Kleidung habe ich dann gleich genommen und zu einer anderen Wäschedame gebracht, wo ich allerdings vorher gefragt habe, ob die Kleidung heiß gewaschen wird. Und zu guter Letzt war ich dann richtig zufrieden, denn die Wäsche war sauber, hat super geduftet, war perfekt gebügelt (ja, sogar das gesamte Hemden- und Blusenbügler Team wäre zufrieden gewesen) und auch noch gefaltet.

 

Mittlerweile frage ich vor Ort immer andere Rucksacktouristen, ob sie mir eine Wäscherei bzw. einen Laundry Shop empfehlen können, denn man weiß sonst nie was man bekommt.

 

 

Bleiben Sie frisch und viele Grüße von Koh Phangan, Carina vom TUBIE Bügelpuppe Team

Foto: Pixabay